Duo Violine und Violoncello
Sa., 25. Juli
|Gutshaus Dummerstorf
Cosima Soulez Larivière (Violine) und Ildikó Szabó (Violoncello) spielen Werke von Kodály, Glière und Ravel


Zeit & Ort
25. Juli 2026, 18:00
Gutshaus Dummerstorf, Hof 4, 18196 Dummerstorf, Deutschland
Über die Veranstaltung
Wir freuen uns auf zwei weltklasse Musikerinnen, die sich zu einem Duo zusammengefunden haben:
Die französisch-niederländische Geigerin Cosima Soulez Larivière hat durch zahlreiche internationale Wettbewerbserfolge beträchtliche Anerkennung erlangt und gewann zuletzt den 3. Preis beim Bach-Wettbewerb Leipzig 2026. Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen der 3. Preis beim Joseph Joachim Violinwettbewerb (2018), der 1. Preis beim ersten Bartók-Weltwettbewerb (2017), der 1. Preis beim Brahms-Wettbewerb (2015) sowie der 3. Preis (und der Bach-Preis) beim Postacchini-Wettbewerb (2015).
Konzertauftritte führten sie durch ganz Europa – darunter Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall, Franz-Liszt-Akademie und Gewandhaus Leipzig – sowie nach Asien, Australien und in die USA (Carnegie Hall). Als Solistin konzertierte sie mit Orchestern wie dem MDR-Sinfonieorchester, Kammerakademie Potsdam, NDR Radiophilharmonie und dem Franz-Liszt-Kammerorchester.
Soulez Larivière schätzt es sehr, die modernen und zeitgenössischen Musik zu erkunden und hat Werke von Komponisten wie Pēteris Vasks, Sofia Gubaidulina, Steve Reich, Rebecca Saunders und Fazıl Say interpretiert. 2025 veröffentlichte sie gemeinsam mit dem Pianisten Philipp Scheucher ihr Debütalbum Odyssey, mit Werken von Karol Szymanowski, Paul Hindemith, John Corigliano und Kevin Puts. Es wurde von Pizzicato mit dem Supersonic Award ausgezeichnet.
Als engagierte Kammermusikerin wurde sie zum Verbier Festival, Lockenhaus Festival, Kronberg Festival, Festival junge Meister, Heidelberger Frühlingsfestival, Chigiana Festival und Ukaria 24 eingeladen, wo sie mit Künstlern wie Kirill Gerstein, Ilya Gringolts, Olli Mustonen und Igor Levit konzertierte. Sie tritt auch häufig mit ihrem Bruder, dem Bratschisten Sào Soulez Larivière, auf.
Sie besuchte zahlreiche renommierte Akademien, darunter IMS Prussia Cove, Accademia Chigiana (Giovanna-Maniezzo-Preis), Seiji Ozawa Academy, Ravinia Steans Institute, Verbier Festival Academy (APCAV-Preis), Tanglewood Music Center und ‘Chamber Music Connects the World’ an der Kronberg Academy. Von 2019 bis 2023 studierte sie bei Salvatore Accardo an der Accademia Stauffer (Advanced Programme).
Soulez Larivière wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz und dem Verein Live Music Now Hannover e.V. gefördert. Sie ist bereits auf verschiedenen internationalen Plattformen wie 3sat, Arte, Medici TV, NPO, rbb, Deutschlandfunk, WDR und AVROTROS aufgetreten.
Die in Paris geborene Soulez Larivière begann ihre musikalische Ausbildung bei Igor Volochine, bevor sie im Alter von acht Jahren ein Stipendium für die Yehudi Menuhin Schule erhielt, wo sie bei Natasha Boyarsky studierte. Sie erwarb ihren Bachelor- und Masterabschluss an der HMTM Hannover bei Krzysztof Węgrzyn und schloss kürzlich ihr Professional Studies an der Kronberg Akademie bei Mihaela Martin ab.
Sie spielt eine Violine von Giovanni Grancino (Mailand, 1675), die ihr großzügig von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.
János Starker bescheinigte seiner Landsfrau bereits 2007 eine außergewöhnliche Begabung mit dem Potenzial zu einer Weltkarriere. Und Ildikó Szabó hat ihn bestätigt: Die Ungarin gewann europaweit Preise bei 16 Wettbewerben, darunter die International Pablo Casals Cello Competition 2014, bei der sie allein acht Preise erhielt.
„Sie erweist sich als eine wahre Künstlerin, die es genießt, aufzutreten, und vor Publikum ihre Höchstleistung zeigt“, charakterisiert sie Iván Fischer, der Ildikó Szabó bereits mehrfach als Solistin für sein Budapest Festival Orchestra engagierte. Außerdem konzertierte sie mit dem Concerto Budapest, dem Ungarischen Rundfunkorchester, der Magdeburgischen Philharmonie, den Hamburger Symphonikern und dem Chamber Orchestra of Europe.
Ildikó ist Spross einer berühmten Musikerfamilie Ungarns. Sie studierte ab ihrem elften Lebensjahr bei László Mező an der Liszt Akademie in Budapest und besuchte Masterclasses bei János Starker, bevor sie 2011 nach Berlin zu Jens Peter Maintz wechselte. Ab 2018 setzte sie ihr Studium in Weimar bei Wolfgang Emanuel Schmidt fort. „Ihre Technik ist tadellos, ihr Klang warm und flexibel, und sie fühlt sich in allen Musikstilen vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik zu Hause. Ihre Interpretationen sind intelligent und herzlich zugleich.“ Sie beendete ihr Studium an der Kronberg Academy im Juli 2023 im Studiengang Professional Studies.
Sie gastierte u. a. bei dem Rheingau Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, OCM Prussia Cove, BBC at Hay, Verbier Festival, Piatigorsky Cello Festival, IBF Gran Canaria und dem Krzyzowa Music. In der Saison 2025/26 folgen Einladungen zur Amsterdam Cello Biënnale und zum Britten Festival in Gent. Ildikó stand bereits auf Bühnen international hochrenommierter Konzertsäle, darunter das Wigmore Hall, Mariinski-Theater, Elbphilharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Walt Disney Hall sowie die Liszt Akademie und der Palast der Künste in Budapest. Sie trat regelmäßig in der Fondation Louis Vuitton als Preisträgerin von Gautier Capucons "Classe d'Excellence" auf. Sie musizierte schon unter Dirigenten wie Iván Fischer, Michael Sanderling, Luciano di Martino, Zsolt Hamar und Leo McFall. Kammermusikalische Projekte realisierte Ildikó bislang u. a. mit den Virtuosen Arnold Steinhardt, Ferenc Rados, Kirill Gerstein, Tabea Zimmermann und Matthias Schorn.
Szabós besondere Leidenschaft gilt dem ungarisch-siebenbürgischen Repertoire – sie pflegt persönliche Kontakte zu György Kurtág und Péter Eötvös. Dies spiegelt sich in ihrer Diskografie: auf dem Soloalbum „Heritage“ (2020) - das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde - sind Weltersteinspielungen von Werken von György Kurtág und Csaba Szabó zu hören. Ihr Mentor Alfred Brendel bezeichnete die Aufnahme als „Substanzielle Interpretationen einer sehr besonderen jungen Cellistin“. Das nächste Aufnahmeprojekt entstand auf seine Anregung: das Gesamtwerk für Cello und Klavier von Beethoven wurde im Mai 2023 mit dem Pianisten und langjährigen Kammermusikpartner István Lajkó veröffentlicht und für die ICMA Awards 2024 nominiert. Ildikó widmet sich gegenwärtig Werken des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter György Kurtágs Doppelkonzert (anlässlich seines 100. Geburtstags 2026) und die Solo-Suiten von Benjamin Britten. Das klassische Kernrepertoire – alle Beethoven-Werke für Cello und Klavier sowie die sechs Bach-Suiten – bleibt dabei die Achse ihres künstlerischen Schaffens.
Ab Oktober 2023 übernimmt sie eine Qualifikationsstelle als Dozentin für Kammermusik an der HfM Franz Liszt Weimar sowie einen Lehrauftrag für Cello am Julius-Stern-Institut der UdK Berlin. Von Dezember 2025 bis Juli 2026 ist sie zudem als Gastdozentin für Kammermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin tätig. Sie ist aktiv an Bildungs- und Vermittlungsprojekten wie den Schulkonzerten von TONALi und der Community Music des Konzerthauses Dortmund beteiligt. Ildikó ist Larsen Strings Künstlerin.
Der Eintritt ist wie immer frei.
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